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70. Todestag von Ricarda Huch


Am Freitag, 17. November 2017, gedachte der Thüringer Landtag Ricarda Huch aus Anlass deren 70. Todestages mit einer Lesung ihrer Texte.

Dr. Thomas A. Seidel, Thüringer Beauftragter der Landesregierung zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums „Luther 2017“, führte mit einer Rede in die Veranstaltung ein. Die Schauspielerin Elke Wieditz las „Texte von Ricarda Huch“. Im Anschluss sprach Sebastian Thiem vom Erfurter Literaturverein e.V.

Ricarda Huch (geb.1864 in Braunschweig) veröffentlichte bereits während ihres Studiums der Geschichte, Philosophie und Philologie in Zürich erste Gedichte, Dramen und Erzählungen. 1916 veröffentlichte sie das Buch „Luthers Glaube“, in dem sie sich intensiv mit der Persönlichkeit und der Glaubenswelt des Reformators beschäftigte. Ihre literarischen, historischen und religionsphilosophischen Werke machten Ricarda Huch zu einer der bekanntesten deutschen Autorinnen. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena verlieh Ricarda Huch 1946 die Ehrendoktorwürde.

Die Beratende Landesversammlung Thüringens, einem 1946 ernannten Vorparlament im wieder geschaffenen Land Thüringen, eröffnete Huch als Alterspräsidentin. Dabei schuf sie den Ausspruch: „Es sei dem Lande Thüringen beschieden, dass niemals mehr im wechselnden Geschehen ihm diese Sterne untergehen: Das Recht, die Freiheit und der Frieden.“

Am 17. November 1947 starb sie in Schönberg im Taunus an den Folgen einer Lungenentzündung.